„Seit der Einführung der Sanitätsschule des Bundesheeres in St. Pölten 2009 sind die Kurse ausgebucht. Jahr für Jahr werden rund 200 Rettungssanitäter, Ordinationsgehilfen und NÖ-weit einzigartig auch Desinfektionsgehilfen für den privaten Bereich, ausgebildet. Durch die gute Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz vor allem im praktischen Ausbildungsteil bleibt zudem jeder vierte ehrenamtlich als top-ausgebildeter Rettungssanitäter beim Roten Kreuz dabei“, informiert der zuständige Ausbildungsverantwortliche und Personalvertreter Franz Prommer über die Arbeit seiner Einrichtung. Allerdings: Im neuen Organisationsplan des österreichischen Bundesheeres ist eine ersatzlose Streichung der Sanitätsschule in St. Pölten, trotz Vollauslastung, vorgesehen. „Auch wenn die Heeresführung eine Mittelreduzierung von ca. 25% im Sanitätsbereich vorsieht bleibt der Standort St Pölten unverzichtbar – die Sanitätsschule arbeitet mit zahlreichen privaten, öffentlichen und militärischen Einrichtungen in ganz NÖ ausgezeichnet zusammen. Wenn die Sanitätsschule von heute auf morgen zusperrt müssen zudem die Kollegen quer durch Wien und Niederösterreich nach Stammersdorf pendeln. Die Verunsicherung ist groß, auf Grund der schlechten Zukunftsperspektiven sind bereits zwei junge Kollegen freiwillig gegangen“, schildert Wolfgang Hammerl, NÖ-Gewerkschaftsvorsitzender im österreichischen Bundesheer, die Angst der Kollegen. Im Rahmen eines Besuchs des aktuellen Rettungssanitäter-Lehrgangs stellte ÖVP-LAbg. Martin Michalitsch klar: „Im Sinne der Lehrgangsteilnehmer, im Sinne der Rettungsorganisationen, im Sinne der Mitarbeiter aber auch im Sinne des Kasernen-Standortes St. Pölten und der Region werden wir alles tun, um die Sanitätsschule zu halten“. Die Gewerkschafter aller Fraktionen werden in den nächsten Wochen eine Resolution vorbereiten, um gegen die Schließung zu protestieren. Martin Michalitsch sicherte zu, dafür zu sorgen, dass diese auch in den politischen Gremien Unterstützung findet. „Die Unterstützung der ÖVP ist ihnen dabei sicher“, so der Abgeordnete.
Sanitätsschule des Bundesheeres in St.Pölten muss bleiben
Seit 2009 fast 800 Fachkräfte für Bundesheer, Rettungsorganisationen und Privatbereich ausgebildet.
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