Nächster Schritt zur Regio-S-Bahn St. Pölten: ÖBB bestellen versprochene Akkuzüge

LAbg. Krumböck: "Versprechen der Volkspartei werden nach und nach umgesetzt. Brauchen weitere Investitionen für die Hauptstadtregion."

Mit der Bestellung sieben weiterer Akkuzüge durch die ÖBB, die ab Fahrplan 2029 auf der Strecke zwischen St. Pölten und Scheibbs zum Einsatz kommen sollen, wird der nächste Schritt zur Umsetzung der Regio-S-Bahn St. Pölten gesetzt. Damit wird neben den 16 Akkutriebzügen für die Kamptalbahn die Grundlage für Verbesserungen auf der nächsten Bahnstrecke geschaffen. „Für die Pendlerinnen von Horn über Krems nach St. Pölten wird schon 2028 mit dem Einsatz der modernen Triebfahrzeuge eine neue Ära beginnen. Für die Pendlerinnen und Pendler zwischen St. Pölten und Scheibbs beginnt diese ab Fahrplanwechsel 2029. Statt alter, lauter, unbequemer und nicht barrierefreier Dieselzüge, werden die Bahnfahrerinnen und -fahrer neue Qualität genießen können“, weiß St. Pöltens Vizebürgermeister LAbg. Florian Krumböck, zu berichten.

Mit voraussichtlich 160 Sitzplätzen, bieten die neuen Züge mehr Kapazitäten die vor allem für die stark frequentierten Züge zu den Hauptverkehrszeiten benötigt werden. Die Garnituren sind darüber hinaus mit WLAN, Steckdosen bei den Sitzplätzen und Klapptischen an den Reihensitzen ausgestattet. Der niveaugleiche Ein- und Ausstieg sowie zwei Rollstuhlplätze mit Begleitplätzen und ein barrierefrei zugängliches WC garantieren allen Fahrgästen barrierefreie Mobilitätsmöglichkeiten.

„Brauchen wieder Druck und Tempo bei Regio-S-Bahn St. Pölten“

Zufrieden gibt sich der St. Pöltner Vizebürgermeister damit aber nicht und verlangt deutlich mehr Tempo beim Ausbau der Regio-S-Bahn: „Ein täglicher Halbstunden-Takt, barrierefreie Fahrzeuge und klare Ausbauziele sind das absolute Minimum, wenn wir Menschen wirklich vom Auto in Bus und Bahn bringen wollen. Der politische Druck bei den Zuständigen ist zuletzt leider spürbar gesunken. Ich werde hier aber nicht lockerlassen.“

Besonderes Augenmerk legt Krumböck auf die Traisentalbahn und die Strecke nach Herzogenburg: „Ich werde mich nach der Elektrifizierung der Traisentalbahn für eine echte S-Bahn bis Wilhelmsburg einsetzen. Diese soll sechs Stationen inklusive der Wiederanbindung aufgelassener Haltestellen in Spratzern und Hart-Wörth umfassen. Gleichzeitig muss der zweigleisige Ausbau Richtung Herzogenburg rascher als in den 30er-Jahren erfolgen und darf nicht zur Schließung der Haltestelle Oberradlberg führen. Die Fehler aus dem Süden der Stadt dürfen sich nicht wiederholen.“