Während der rote Bürgermeister, sein Parteifreund der Verkehrsminister sowie der blaue Verkehrslandesrat ihren Öffi-Streit über die Medien austragen, wächst bei vielen St. Pöltnerinnen und St. Pöltnern der Unmut. VP-Spitzenkandidat Florian Krumböck legt daher einen eigenen Öffi-Plan für die Landeshauptstadt vor. „Die Menschen erwarten sich Lösungen – keine parteipolitischen Scharmützel“, stellt Krumböck klar.
Kernpunkte des Plans sind eine verlässliche Angebots- und Finanzierungsstruktur für den Stadtbus LUP, die rasche Umsetzung der Ausbaupläne für die Regio-S-Bahn mit zumindest einem Halbstunden-Takt sowie Park-&-Ride-Anlagen an den Stadteinfahrten.
„LUP eignet sich nicht für Profilierung. Hanke muss nachbessern“
„Der LUP ist das Rückgrat des innerstädtischen Verkehrs. Er darf nicht zum Spielball politischer Profilierung werden, sondern braucht eine alltagstaugliche Planung für Pendler, ältere Menschen und Jugendliche. Hier müssen Stadt und Land endlich an einen Tisch und eine Abrüstung der Worte vornehmen“, so Krumböck.
In die Verantwortung nimmt er dabei auch den Bund. „Wer nach Brüssel fährt und neue Regeln beschließt, muss auch in Österreich dafür geradestehen und darf dann nicht Städte und Länder blechen lassen. Verkehrsminister Peter Hanke ist gefordert, bei der Finanzierung der notwendigen Elektrifizierung nachzubessern und Städte und Länder nicht allein zu lassen.“
„Brauchen wieder Druck und Tempo bei Regio-S-Bahn St. Pölten“
Deutlich mehr Tempo verlangt Krumböck beim Ausbau der Regio-S-Bahn: „Ein täglicher Halbstunden-Takt, barrierefreie Fahrzeuge und klare Ausbauziele sind das absolute Minimum, wenn wir Menschen wirklich vom Auto in Bus und Bahn bringen wollen. Nach der Landtagswahl 2023 ist der politische Druck in der Stadtregierung und beim zuständigen Mitglied in der Landesregierung leider spürbar gesunken.“
Besonderes Augenmerk legt Krumböck auf die Traisentalbahn und die Strecke nach Herzogenburg: „Ich werde mich nach der Elektrifizierung der Traisentalbahn für eine echte S-Bahn bis Wilhelmsburg einsetzen. Diese soll sechst Stationen inklusive der Wiederanbindung aufgelassener Haltestellen in Spratzern und Hart-Wörth umfassen. Gleichzeitig muss der zweigleisige Ausbau Richtung Herzogenburg rascher als in den 30er-Jahren erfolgen und darf nicht zur Schließung der Haltestelle Oberradlberg führen. Die Fehler aus dem Süden der Stadt dürfen sich nicht wiederholen.“
„Park & Ride-Anlagen an den Stadteinfahrten endlich umsetzen“
Als weiteren Schlüssel nennt Krumböck Park & Ride-Anlagen mit direkter Anbindung an S-Bahn und LUP. „Park & Ride-Anlagen an den Bahnhaltestellen und den LUP-Endstationen entlasten die Stadt, reduzieren Staus und macht den Umstieg einfach. Das ist keine Ideologie, sondern pragmatische Verkehrspolitik für eine wachsende Landeshauptstadt.“ Abschließend hält Krumböck fest: „St. Pölten braucht keine Schlagzeilen, sondern Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg. Wer Verantwortung trägt, muss sie auch wahrnehmen – im Interesse der Menschen, die täglich auf Bus und Bahn angewiesen sind. Rot-blauer Theaterdonner hilft dabei niemandem.“




